Hagener Friseure fordern eine Senkung der  Mehrwertsteuer, um Preis­steige­rungen für  Kunden entgegen zu wirken

Hagener Friseure fordern eine Senkung der Mehrwertsteuer, um Preis­steige­rungen für Kunden entgegen zu wirken

„Es geht um unsere Existenz“ warnt die Obermeisterin der Hagener Friseur-Innung Bärbel Nolzen. Neben den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, schlagen nun auch die Folgen des Ukrainekrieges beim Friseurhandwerk durch. Nicht nur die gestiegenen Energiepreise und die Inflation machen dem Hagener Friseurhandwerk zu schaffen, sondern auch die in den letzten Wochen stark angestiegenen Preise für Färbemittel, Pflegeprodukte und Kosmetika. „Unsere Kunden erwarten Qualität zu moderaten Preisen“ so die Obermeisterin und verweist darauf, dass viele der rund 250 Hagener Friseur- und Kosmetikbetriebe Spitz auf Knopf kalkulieren, um die Preissteigerungen für Kunden abzufedern. Diese allerdings besuchen trotz Wegfalls vieler Corona-Beschränkungen nicht mehr so häufig den Friseur wie vor Corona. Hinzu kommen die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen.
„Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro ab Oktober bedeutet auch in anderen Lohngruppen Steigerungen“ Eine direkte Weitergabe an Kunden, so Nolzen, birgt die Gefahr, Kunden an die günstigere Konkurrenz oder den Schwarzmarkt zu verlieren.

Senkung der Mehrwertsteuer soll Preissteigerungen entgegenwirken

„Wir brauchen eine Senkung der Mehrwertsteuer! Nur so können die Preise für Kunden stabil gehalten werden.“ plädiert die oberste Hagener Friseurin. Klar ist, dass bei Preissteigerungen die Kunden noch seltener als bisher zum Friseur gehen. „Das heißt aber auch, dass qualifizierte Arbeitsplätze wegfallen werden und das ist dann erst der Anfang der Spirale.“ Nolzen weist darauf hin, dass Preissteigerungen am Ende die Ausbildungsbereitschaft der Friseure noch weiter abfallen lassen wird. „Es geht letztendlich, so drastisch muss man es sagen, um die Zukunft unseres Handwerks. Unsere Kunden erwarten hochwertige Leistung und sollen sie auch weiterhin bekommen, wenn sie zum Friseur gehen. Um das beibehalten zu können, muss der Gesetzgeber aber jetzt den richtigen Rahmen schaffen, damit gutes Aussehen auch bezahlbar bleibt.“

Kontakt und Nachfragen
Friseur-Innung Hagen
Geschäftsführer: Assessor Sebastian Baranowski
Haus des Handwerks
Handwerkerstraße 9
58135 Hagen
Tel.: 02331 / 62468 -0

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